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No.411 – Ich erlaube mir, NEIN zu sagen.

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - Coaching, Stimmarbeit, Weg des Herzens


Ich erlaube mir, NEIN zu sagen.

„Du machst, was dir gesagt wird, sonst…“ klingt wohl noch in einigen Kinderohren nach, die inzwischen schon längst erwachsen sind. Eine eigene Meinung und vor allem ein eigener Willen war in unserer Vergangenheit meist nicht erwünscht. Umso mehr wurden wir für Geflissenheit, Bravsein und Folgsamkeit belohnt. Ein Nein auf unseren Lippen machte uns zu unerzogenen Kindern und wurde unter Strafe gestellt. Leider stellte uns das vor die Wahl, uns entweder für unseren eigenen Willen unter Strafe oder Folgsamkeit wegen Machtmissbrauch zu entscheiden. Für Kinder ist dies eine existentielle wie auch folgenschwere Entscheidung. Doch ob wir nun zum Leisetreter oder Rebellen wurden, das NEIN wurde ein essentiell wichtiges Thema in unserem weiteren Leben. Und so gibt es nun unendlich viele Erwachsene, die entweder nie NEIN oder ständig NEIN sagen. Doch zugrunde liegt beiden das alte Dilemma aus Kindertagen und damit die immer noch ersehnte Erlaubnis, unserem eigenen Willen einen Ausdruck verleihen und NEIN sagen zu dürfen.
Beobachte dich in deinem tägliche Leben, um festzustellen, wie oft du gegen deinen Willen handelst, indem du Ja statt Nein sagst oder dich der Stimme ganz enthältst und folgsam bist. Beobachte auch, was diese Entscheidung, und es ist deine Entscheidung, jedes Mal mit dir macht. Mach dir bewusst, dass du ein Recht auf deine eigene Meinung und deinen eigenen Willen hast. Lass dir keine alten, staubigen und falschen Begründungen für deine Stimmlosigkeit mehr durch die Lappen gehen. Was früher für dich vielleicht eine lebensnotwendige Entscheidung war, ist heute allenthalben noch eine Gewohnheit und hinderliche Blockade in deinem Lebensfluss. Entscheide dich dafür, ab sofort in deinem Sinne zu entscheiden und zu handeln, selbst auf die Gefahr hin, dass du ein paar „Freunde“ verlierst. Du wirst neue finden, die deine Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und dein Selbstbewusstsein zu schätzen wissen. Überprüfe deinen wahren Willen, bevor du dich äußerst und lass es nicht länger selbstverständlich sein, dass du immer verfügbar bist. Lass auch dein  NEIN erklingen, in dem Bewusstsein, dass ein Nein nach Außen ein großes JA an dich sein kann.

2 Kommentare zu No.411 – Ich erlaube mir, NEIN zu sagen.

  1. Aufgewachsen mit militärischen Drill (Vater war beim Bundesheer) ruhig sitzen, Mund halten, brav sein… Widerspruch wurde nicht geduldet…Mein Burnout vor einigen Jahren hat mir gezeigt wie wichtig es ist Grenzen zu setzen und „stop“ und „nein“ zu sagen.

    In einem Rollenspiel in der Therapie, in dem ich Kindheitssituationen nachspielte, hatte ich das Gefühl, daß ich jahrelang auf einer fremden Insel weit weg gelebt hatte…als mir die Therapeutin sagte ich solle mal „nein“ sagen. Diese Wahl-Möglichkeit hat es damals nicht gegeben, aber heute gibt es sie….

    Immer öfter mache ich jetzt meinen Mund auf und sage „nein“, weil ich meinen eigenen Wert entdeckt habe…und mit Erstaunen entdecke ich, daß mein Wert bei anderen sogar steigt, wenn ich nicht mmer verfügbar bin und des Friedens willen „ja“ sage.

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  2. Ute und Jochen aus Leipzig // 28. November 2013 um 12:55 // Antwort

    Welch wahren Worte, wie ich sie selbst erlebt habe. Ich kann die Inspiration nur unterstützen und bedanke mich dafür. Ja, ich bin auf dem richtigen Weg.

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