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No.413 – Ich wage es, meine Stimme zu erheben.

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - Coaching, Stimmarbeit, Weg des Herzens


Ich wage es, meine Stimme zu erheben.

Was geschieht alles in uns bei der Vorstellung, unsere Stimme zu erheben? Je nachdem welche Erfahrungen wie beim Gebrauch unserer Stimme gemacht haben, ist von der absoluten Erfüllung bis hin zur reinen Panik alles möglich. Unsere Stimme ist ein extrem vielschichtiges und vielseitiges Ausdrucksmittel. Beginnend bei den leisesten und intimsten Lauten und Klängen, weiter über das gesprochene Wort und Gesang, bis hin zum lautstarken und ausdrucksvollen Schrei erstreckt sich der Bogen unseres stimmlichen Ausdrucks. Und in keinem Bereich waren wir jemals wirklich sicher und keiner Bewertung, Kritik oder Herabwürdigung ausgesetzt. Bereits im Kindergarten und spätestens in der Schule wurden wir in Gesang, Rezitation, Ausdruck und Inhalt bewertet. Uns wurde gesagt, welche Worte gut und welche böse waren. Wir lernten, dass Widerworte und eine erhobene Stimme strafbar waren. Wir integrierten die Regeln von unterdrückten und unterdrückenden Menschen in unser eigenes System. Und wir wurden stiller, unsicher, angepasst, manipulierbar und traurig. Doch der Wunsch, unsere Stimme zu erheben lebt immernoch genauso stark in uns wie früher als wir ungeniert im Bus laut sangen, ganz natürlich spontane und sehr wichtige Reden hielten und Trotz und Frustration frei und ungefiltert ertönen ließen. Weder lautstarkes Indianergeheul noch penetrantes Wutgeschrei war uns peinlich oder unangenehm…bis…uns überzeugend und eindringlich gesagt wurde, dass wir SO nicht erwünscht wären. Heute sind die meisten Menschen davon überzeugt, nichts zu sagen zu haben, nicht singen zu können, sich nicht authentisch ausdrücken zu dürfen und ordnen sich lieber unter in einer Gemeinschaft der Stimmlosen.
Wage es, deine Stimme zu erheben. Auf allen Ebenen und zu allen Gelegenheiten. Wenn du etwas zu sagen hast, dann sage es. Wenn du singen möchtest, dann singe. Wenn du schreien möchtest, dann schreie. Wenn du weinen möchtest, dann weine. Wenn du lauthals lachen möchtest, dann lache. Lass dir die Blicke der Anderen gleichgültig sein. Sie schauen nur, weil du ihren Horizont durchbrichst und sie an eine alte Sehnsucht erinnerst, die schmerzhaft in ihnen verborgen liegt. Lass dir ihre Bemerkungen und Bewertungen gleichgültig sein, sie sind nur Ausdruck ihrer eigenen Verletzung und missachteter Gefühle. Lass deine Stimme ruhig zittern oder kratzen oder stottern oder brechen. Da bahnen sich lediglich alte Blockaden ihren Weg in die Freiheit. Wage es, deine Stimme zu erheben und sei dir bewusst, dass mit jedem Klang, den du formst, mit jedem Wagnis, das du eingehst, eine Stück alter Geschichte in dir heilt und sich befreit. Wage es, deine Stimme zu erheben, in der Gewissheit, dass du gehört wirst, dass du gewollt bist und dass du wundervoll bist, denn du bist es.

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