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No.482 – Ich schenke meinen Kindern Aufmerksamkeit

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - BewusstseinsCoaching & Stimmarbeit www.ulrikebioschof.de


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In einer Zeit der Hetze, Oberflächlichkeit und ständigen Bedürftigkeit kommen die Kinder häufig zu kurz. Väter haben keine Zeit für ihre Kinder. Mütter sind chronisch überfordert, genervt und ausgelaugt. Meist haben diese Väter und Mütter selbst noch ein unstillbares Verlangen nach Nähe und Aufmerksamkeit, weil sie selbst in ihrer Kindheit nicht genug damit genährt wurden. Und so entsteht schnell ein Gefühl, selbst zu kurz zu kommen oder gar nicht in der Lage zu sein, den eigenen Kindern etwas zu geben, nach dem wir uns selbst verzehren. Denn es sind auch unsere eigenen inneren Kinder, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Unseren Kindern Aufmerksamkeit zu geben, bedeutet, auch unseren inneren Kindern Aufmerksamkeit zu geben. Uns Zeit für unsere Kindern zu nehmen, bedeutet, uns selbst Zeit zu gönnen. Unseren Kindern so viel Liebe wie möglich zu geben, bedeutet, uns selbst zu lieben. Dies einmal verstanden, legt einen Schalter in unserer Wahrnehmung um und wir sind in der Lage, jede gegebene Liebe und Aufmerksamkeit auch selbst zu genießen und somit in einem Atemzug unsere Kinder zu nähren und unsere inneren Kinder nachzunähren.
Nimm dir Zeit für deine Kinder oder wenn du keine eigenen Kinder hast, dann für Kinder aus der Verwandtschaft oder Nachbarschaft. Achte ihre Bedürfnisse und Anliegen, indem du ihnen zuhörst, sie aussprechen lässt und sie grundsätzlich ernst nimmst. Sprich mit ihnen wie mit einem sehr weisen und verständigen Menschen. Trau ihnen Kompetenz und Klugheit zu. Halte inne in deinem Alltag und mach dir bewusst, dass jede „Kinderminute“ deines Lebens dein eigenes inneres Kind stärkt und nährt. Wisse und nimm wahr, dass jeder respektvolle Umgang, jedes Streicheln über den Kopf und jede liebevolle Geste mindestens zwei Kinder glücklich macht, eins vor dir und eins in dir.

2 Kommentare zu No.482 – Ich schenke meinen Kindern Aufmerksamkeit

  1. Liebe Ulrike, danke für diesen Beitrag und alle Anderen. Du sprichst mir aus dem Herzen. Da helfen keine Kindergelderhöhung, keine Essensgutscheinen, keine Forderung nach Bildung, Bildung, Bildung etwas, wenn wir diese Gedanken nicht verinnerlichen und umsetzen. Da bei unseren Kindern auch bald Nachwuchs ansteht, konnte ich diese Gedanken weiterleiten, wobei sie altersunabhängig sind.
    Vielen vielen Dank von Jochen

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    • Lieber Jochen,
      da hast du recht. Viel zu oft schauen die Menschen noch im Außen und erwarten Lösungen für ihr eigenes Aufgaben- und Verantwortungsfeld. Eltern, die ihre eigene Verantwortung zumindest teilweise abgegeben haben (und das haben die meisten) können auch ihren Kindern keine Eigenverantwortung zugestehen. Und so beginnt das Spiel von vorne.
      Kinder werden (oder bleiben?) nicht gesund und glücklich, wenn wir sie erziehen (hin und her ziehen?), sondern wenn wir sie aus ganzem Herzen lieben, anerkennen und in ihrem ganz eigenen Weg unterstützen.
      Die Außenwelt nennt das dann gern: „Du tust dein Kind aber ganz schön verziehen (oder verwöhnen)“!, in dem Kontext, dass es schließlich abgehärtet werden muss für die „böse“ Welt. Doch gibt es einen besseren Schutz als das Wissen, absolut richtig, gewollt und liebenswert zu sein? Nichts stärkt einen Menschen mehr als genau dies.
      Dafür müssen wir uns Zeit nehmen und unsere Herzen öffnen. Für unsere Kinder und uns selbst.

      Liebe Grüße!

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