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No.536 – Ich traue mich, aufzustehen

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - Coaching, Stimmarbeit, Weg des Herzens www.ulrikebischof.de


Ich traue mich, aufzustehen.

Immer schön im Hintergrund zu bleiben fühlt sich vielleicht sicherer an, doch sind wir nicht hier, um uns zu verstecken. Wenn wir etwas zu sagen haben, müssen wir den Mund aufmachen. Wenn wir etwas zu tun haben, müssen wir unserem Herzen folgen. Doch wenn wir darauf bedacht sind, nicht aufzufallen und jegliche Blamage zu vermeiden, wird es unter Umständen sehr schwer, unseren Impulsen zu folgen. Und wenn wir diese ständig unterdrücken und uns somit unseren eigenen Ausdruck und unsere Botschaft an die Welt verwehren, stellt sich schnell Frustration ein. Vielleicht wurden wir früher bewertet, wenn wir vor den anderen standen und vielleicht wird es auch heute noch geschehen. Vielleicht wurden wir ausgelacht oder beschimpft und vielleicht wird es auch heute noch geschehen. Doch nichts auf dieser Welt sollte uns davon abhalten, aufzustehen und uns zu zeigen. Zwischen denen, die erzürnt sind oder uns belächeln, sind so viele, die voller Sehnsucht auf uns warten und dankbar sein werden.
Beobachte dich selbst im täglichen Leben, ob du deinen Impulsen folgst oder nicht. Machst du den Mund auf, wenn du etwas zu sagen hast oder bleibst du still? Welche inneren Argumente hast du für deine Zurückhaltung und sind sie (immernoch) gerechtfertigt? Mache dir bewusst, dass es deine Seele ist, die dich mit ihren Impulsen und sanften Eingebungen auf deinem Weg führt. Ihr Anspruch ist es nicht, still und unauffällig zu bleiben, sondern deine Lebensabsicht zu verwirklichen. Warte nicht, bis die Angst verschwindet, weil sie das nicht einfach so tun wird, sondern steh gemeinsam mit ihr auf. Vielleicht zitternd und schwitzend, aber dennoch aufrecht.

Liebe Grüße, Ulrike

www.ulrikebischof.de

4 Kommentare zu No.536 – Ich traue mich, aufzustehen

  1. Ich finde gerade auch die beiden letzten Sätze extrem bereichernd. Wie oft warten wir, in der Hoffnung, dass die Angst nachlässt, weil wir denken, dass wir erst dann „bereit“ sind. Aber nein, Zittern und Schwitzen ist der Weg! 🙂 DANKE für diesen unglaublich wichtigen „Knuffer“. ♥

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  2. Ein schöner, ermutigender Text! Manchmal weiß man die Dinge ja auch intuitiv, aber es hilft doch ungemein, es hin und wieder irgendwo lesen zu können 🙂

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  3. fehlt auf der fetten zeile 2 das wörtchen „sagen“?…. neulich wollte ich unbedingt in einer gesprächsrunde was „sagen“, es wollte aus mir heraus, es drückte schon in meinem hals, aber –
    ich habe kein wort gehabt in meiner stimme, keinen ausdruck in meinem hals – ich bin fast geplatzt….später dann ist mir eingefallen, was ich sagen wollte, was ich zum ausdruck bringen wollte, der impuls war stark gewesen.
    erst beim weitererzählen von dieser situation einem anderen gegenüber (der nicht dabei war) habe ich erkennen können, was in dieser gesprächsarunde so gelaufen war und was mich so „verstimmt“ hatte und meine stimme hat stimmlos werden lassen. alle hatten „das problem“ aus einer bestimmte perspektive betrachtet, und ich hatte eine andere gehabt, das war mir nicht bewußt gewesen, ich hatte mich „daneben gefühlt“, „unpassend“, irgendwie falsch. meine stimme hätte sagen können: „wenn ich das „problem“ aus folgender perspektive betrachte…, dann stellt sich doch die frage …“
    was hatte mir in der gesprächsrunde gefehlt?
    der außenblick auf mich selbst? ein absolvierter rhetorikkurs? mehr mum etwas zu sagen ohne zu wissen was?
    indem ich jetzt gerade darüber nachdenke, wird meine erinnerung an diese merkwürdige situation immer heiterer und ich habe die idee, tatsächlich mal den mund aufzumachen ohne worte, ohne stimme …. mal sehen, was rauskommt ….

    Danke, daß ich hier nachdenken konnte!
    ich fühle mich erheitert und inspiriert
    Issi

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    • Liebe Issi,
      du hast recht, das „sagen“ fehlte. Nun ist es da.

      Ich danke dir von Herzen für deinen Beitrag. Ich musste beim Lesen zunehmend schmunzeln.

      Das Problem ist, dass viele Menschen oft gar nicht bei sich selbst sind und sich selbst kaum kennen. Sie sind irgendwo, beim anderen, im gestern oder morgen, nur nicht bei sich. Und demzufolge ist es schwer, die verspürten plötzlichen Impulse auch gleich zu verstehen und ihnen zu folgen.
      Was dir in diesem Moment fehlte, war also weniger ein Außenblick auf dich als das wahrhafte In-dir-sein. Rhetorik ist nicht so wichtig, wenn du deine Wahrheit verkünden möchtest, Herz ist viel wichtiger. Aber das hast du wohl sowieso mit einem Augenzwinkern geschrieben.

      Ich liebe deine Erkenntnis, einfach den Mund aufzumachen, in dem Vertrauen, dass dein Herz und deine Seele durch dich sprechen.

      Ist es nicht fantastisch, wie du dir durch dein Mund-aufmachen hier an dieser Stelle selbst deine Antwort geben konntest…?

      Danke, dass du hier nachgedacht hast!

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