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Schöpfer oder Geschöpf?

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - Bewusstseinscoaching & Stimmarbeit www.ulrikebischof.de


Ich möchte heute mit diesem Beitrag beginnen, ein Thema aufzugreifen, dass ich über weitere folgende Beiträge  vertiefen, ausbauen und immer feiner betrachten möchte. Für euch, mit euch und natürlich auch für mich.
Die Frage bzw. das große Thema, mit dem ich mich befassen möchte, ist die Frage,

                                                 wie wir unser Leben bewusst gestalten

und zu einem Leben machen können, das uns gefällt, das uns bereichert und glücklich macht.

Obwohl es in der Spiri-Eso-Szene eines der „ausgenuddelsten“ Themen überhaupt ist, ist es doch trotzdem ein Thema, das viele brennend interessiert. Weil es halt doch nicht ganz so einfach ist, wie es oft klingt. Und weil es, verflixt nochmal dran ist, endlich unser Leben selbstbestimmt zu gestalten und zu leben.

Doch das braucht einige Voraussetzungen…

Schöpfer oder Geschöpf?
Wenn wir betrachten wollen, was alles Einfluss auf unser Leben nimmt, wer hier was zu sagen hat und welche Faktoren letztendlich wirklich bestimmend wirken, müssen wir uns folgerichtig fragen, wie groß unser persönlicher Einfluss ist und wie große unsere eigene Macht ist, unser Schicksal zu lenken.

Viele Faktoren und Einflüsse werden wir in der nächsten Zeit genauer unter die Lupe nehmen. Für heute möchte ich gern diese eine Frage klären:
Bin ich denn nun Schöpfer meines Lebens oder passiert mir mein Leben (durch Andere, Umstände, Schicksal usw.), was mich zu einem Geschöpf macht?
Bestimmt das Schicksal meine Tage oder wer oder was?

Ich behaupte: WIR SIND BEIDES.
Schöpfer und Geschöpf.

Was macht dieser Satz mit dir?

Zum Beispiel das?
„Wie kann ich selbst denn Schöpfer sein, wenn dieser Posten doch schon vergeben ist, an, na ihr wisst schon wen? Ich halte mich für ein Geschöpf, ein Spielball der Götter. Geschöpft und geformt von einer großen Macht, dem mächtigen Schicksal, meinen Eltern und Erziehern, der Gesellschaft, den bösen Lehrern und anderen Teilhabern und Missetätern meines Lebens. Natürlich gab und gibt es auch nette Leute und liebevolle Einflussnehmer, die mich das ein oder andere Mal positiv beeinflusst, geliebt und sogar gerettet haben. Diese lieben Menschen haben mir mein Leben versüßt, doch auch hier hatte ich keinen direkten Einfluss darauf.“

oder
„Hm, klingt ganz gut. Hab schon so einiges dazu gelesen und gehört. Ich habe auch schon oft versucht, mein Leben ganz bewusst zu beeinflussen, doch es hat nie so ganz geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Entweder stimmt das doch nicht so ganz oder ich bin zu blöde dazu.“

oder auch
„Um Gottes Willen, wenn ich der Schöpfer meines Lebens bin, dann liegt ja furchtbar viel Verantwortung auf meinen Schultern. Ständig muss ich aufpassen, wie ich mit mir, meinem Leben, den anderen Menschen und Lebewesen umgehe und welche Gedanken und Taten welche Auswirkungen haben. Viel zu anstrengend.“

Kommt dir das bekannt vor?

Wenn wir wirklich Geschöpf und Schöpfer gleichermaßen sind (und der Gerechtigkeit halber wollen wir dies hier einmal annehmen), dann können wir unsere Schöpferkraft nicht einfach an der Pforte abgeben, nur weil sie uns vielleicht zu unbequem und zu anstrengend ist. Doch genau das versuchen die meisten Menschen andauernd, immer mit einer Beschwerde auf den Lippen, was das Leben ihnen vorenthält oder aufbürdet.

Nun ist es zugegebenermaßen nicht immer so einfach zu erkennen, dass wir unsere Tage selbst erschaffen.

Beeinflussung und Manipulation oder Selbstbestimmung
Ein großer Grund dafür ist der, dass wir durch Staat und Kirche entsprechend beeinflusst und bevormundet wurden (und werden, wenn wir es zulassen). Wenn wir mit Gott sprechen wollten, sollten wir einen Vermittler (Pfarrer) aufsuchen, der auf diesem Wege auch noch alles über uns erfahren sollte. Wenn wir „Fehler“ begingen, mussten wir für unsere Sünden Buße tun und Ablass erkaufen. Gott wurde unerreichbar, wir ein Schatten unserer Selbst und unsere Schöpferkraft verliehen wir denen, die sie zu nutzen wussten. Wir haben vergessen, wer wir sind.

Lebensspirale

Lebensspirale

Ja, es stimmt. Wir sind Geschöpfe. Geschöpft und geformt von einer großen Macht, dem mächtigen Schicksal und … UND wir sind Schöpfer. Ha!
Jede Sekunde unser Leben formend und schöpfend. Jeden Augenblick selbst bestimmend, was wir sehen, wahrnehmen und erleben. Jeden Moment genau das erlebend, was wir vorher festlegten. Denn wir sind ein Teil Gottes. Geschöpft und geformt nach seiner Vollkommenheit. Wir verfügen wie er über schöpferische Macht und Kraft. Wir können wie er jede Krankheit heilen, alle Naturkräfte übertreffen, alle Begrenzungen auflösen, jedes mächtige Schicksal übertreffen.
Doch während Er immer das große Eine war und ist, haben wir uns (als Teil seines Seins) auf den Weg gemacht, um für uns und ihn das Leben zu erleben.
Nicht nur Sein, sondern Tun. Nicht nur Wissen, sondern Erleben. Und mit unserem Erleben speisen wir seinen Erlebenshunger, mit unserem Erkennen schenken wir ihm Freude und mit unserer Sehnsucht finden wir zurück in sein Herz. Wir sind seine Hände, die das Leben fühlen, seine Ohren, die die Klänge hören, seine Augen, die Schönheit erkennen, seine Nase, die die Düfte erkennt und sein Mund, der die Wahrheit spricht und das Leben schmeckt. Wir sind seine rechte Hand auf der Erde.

Klingt das anmaßend für dich? Oder unwirklich? Oder ketzerisch? Vielleicht tut es das. Dann spricht wahrscheinlich die Stimme der Vergangenheit zu dir, die dir in vielen vielen Leben eingeflüstert hat, wie klein, unwürdig und unbeholfen du doch bist. Die Stimme der Mächtigen, des Staates und der Kirche (in dessen Diensten wir alle mal standen, schließlich wollten wir auch das mal erleben). Diese Stimme in uns kann sehr mächtig sein und sehr überzeugend klingen. Schließlich haben wir zeitalterlang nach ihr gelebt und gehandelt. Naja, es gab eine Zeit, in der wir noch wussten, wer wir sind. Doch es war der Plan (und bevor ihr siehste sagt: es war auch UNSER Plan), uns ganz zu vergessen, um schlussendlich irgendwann wieder auftauchen zu können und mit jeder Faser, mit jeder Zelle, mit jeder Gehirnwindung und allen Sinnen zu erkennen, zu verinnerlichen und wirklich zu WISSEN, WER wir sind. Schöpfer UND Geschöpf! Denn darauf läuft es schließlich alles hinaus. Gibt es etwas Wunderbareres?

Ursache und Wirkung / Schöpfungsimpuls und Schöpfung
Ein weiterer Grund für das Vergessen ist die Tatsache, dass in der Vergangenheit die Zeitspanne zwischen Ursache und Wirkung, also zwischen gesetztem Schöpfungsimpuls und materialisierter Schöpfung extrem groß war. Wenn Wochen, Monate oder Jahre vergehen, bis unser Denken, Fühlen und Handeln Wirkung zeigt, stellen wir keinen Umkehrschluss zu uns mehr her. Vielleicht habt ihr schon gemerkt, dass sich auch hier etwas ändert. Ihr denkt an etwas und puff, geschieht es. Ihr wollt etwas und es wird euch gegeben. Ihr wollt etwas nicht und es fällt euch auf die Füße, um euch damit zu versöhnen und es entlassen zu können. Die Qualität der Zeit hat sich geändert und der Ursache- Wirkung- Mechanismus wird wieder sicht- und spürbar. Einfach, weil es der Zeitgeist zulässt und auch das haben wir so gewollt.

Wie geht das denn nun mit der ganzen Schöpferei?
Als Mensch lebe ich in zwei Welten. Ich lebe in einer inneren Welt und in einer äußeren Welt. Ich selbst befinde mich auf der Spiegelfläche beider sich überschneidender und ineinander greifender Welten. Ich bin das Bindeglied, der Initiator und Auslöser.

Ich in zwei Welten

Ich in zwei Welten

Wenn ich mich nach rechts drehe und in die äußere Welt schaue, sehe ich die Spiegelung meiner inneren Welt (oder ich erkenne die Zusammenhänge, Schleier und Illusionen). Und wenn ich nach links schaue in meine innere Welt, sehe ich die Spiegelung der äußeren Welt (oder ich erkenne Manipulation und Beeinflussung durch die verschiedensten Felder und Faktoren und bleibe davon unberührt). Beide Welten nehmen Einfluss auf mich, bedingen sich gegenseitig und stehen in ständiger Wechselwirkung.

Doch ICH bin der Initiator beider Welten. ICH kann entscheiden, womit ich die beiden Welten fülle. ICH kann entscheiden, durch den Spiegel hindurch zu schauen und die Zusammenhänge und Wechselwirkungen klar zu erkennen.

Vielleicht denkst du ja:
Okay ja stimmt, hab ich schön öfter gehört und im nächsten Moment vergisst du es wieder.
Oder du denkst kurz darüber nach, erinnerst dich, dass du doch eigentlich viel bewusster leben wolltest und vergisst auch dies im nächsten Moment wieder.
Oder du nimmst dir vor, von jetzt an aber wirklich bewusster dein Leben zu gestalten und vergisst es morgen wieder.
Oder du merkst, dass es dir wirklich reicht und du schon fast etwas wütend darüber bist, dass du es immer zulässt, einzuschlafen und damit nicht aktiv und bewusst dein Leben erschaffst.
Vielleicht zweifelst du aber auch an dieser Behauptung, weil du es schließlich (obwohl du dich wirklich bemühst) einfach nicht schaffst, den Wohlstand oder die Leichtigkeit oder die Freude in dein Leben zu holen, die du dir wirklich wirklich wünschst.
So ist das halt auf dem Weg der Selbsterkenntnis und des Erinnerns. Wir gehen zwei Schritte nach vorn und einen zurück. Alles Erkannte will verinnerlicht und verstoffwechselt werden. Deshalb hält das Universum (und damit auch wir) immer wieder kleine und große Erinnermich´s für uns bereit (wie diesen Artikel oder die Bemerkung eines Freundes, ein Plakat, ein Buch, ein Film oder das Post-it auf deinem Schreibtisch), die uns wieder aufwecken und ein weiteres Stück bewusster hinterlassen. So gehen wir unseren Weg.

Es sind viele Schleier zu lüften und viele Zusammenhänge zu erkennen, um eine bewusste Schöpfung nach unseren Wünschen und Absichten zu formen.

Doch vorerst machen wir uns eines bewusst:

Wir können NICHT nicht schöpfen. Als Schöpferwesen sind wir rund um die Uhr am schöpfen, entwickeln, kreieren.
Uns stellt sich schon lange nicht mehr die Frage, OB wir das tun, sondern WIE wir mit dieser Macht umgehen und WAS wir schöpfen.

Das Leben wartet auf unsere Anweisungen

Wir können zwar den Kopf in den Sand stecken und damit nichts zu tun haben wollen, aber geschöpft wird trotzdem weiterhin fleißig. Nur ist es dann unsere Schöpfung, Andere über uns entscheiden zu lassen, ein Opferdasein zu führen und immer wieder eine Ohnmacht zu spüren und zu erleben, für die wir uns ja schließlich entschieden haben, als wir „Tschüß“ sagten und den Kopf im Sand versenkten.

Das, was  wir entscheiden, formt unser Leben. Das, was wir nicht entscheiden, formt auch unser Leben.

Gib deine Aufmerksamkeit in das, was du dir wünschst.
Traue dich, Entscheidungen für deine Träume zu treffen.
Halte deinen Fokus auf diesen Dingen.

Denn wo deine Aufmerksamkeit ist, geht die Energie hin.
Du bist der Schöpfer.

Das bringt uns zum nächsten Punkt (und noch zu vielen vielen weiteren).
Was wir überhaupt wollen, was wir vom Leben erwarten, was wir mit unserem Leben anfangen können. Doch dazu mehr im nächsten Artikel.

Ich werde dieses Thema in weiteren Artikeln weitgehend beleuchten.
Trotzdem: Wenn ihr Fragen oder Anliegen habt, dann stellt sie mir in der Kommentarfunktion und ich werde so schnell wie möglich darauf antworten.
Ich freue mich auch über Bewertungen und Likes!

Bis bald!
Von Herzen,

Ulrike

 

 

 

 

2 Kommentare zu Schöpfer oder Geschöpf?

  1. Danke, liebe Ulrike. Mir gefällt wie und was du schreibst!

    Gefällt 1 Person

  2. ulrikehirsch // 5. März 2015 um 20:06 // Antwort

    Toller Artikel! Sehr schön fand ich auch die Beschreibung der zwei Welten mit der Durchschauungs-Anleitung. Ich freu mich auf MEHR! ♥ Danke!

    Gefällt 1 Person

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