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Meine Erfahrungen mit der Ernährung in der neuen Zeit: Allesesser vs. Veganer vs. Rohköstler …

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - BewusstseinsCoaching & Stimmarbeit www.ulrikebischof.de


Ich beschäftige mich nun schon seit vielen Jahren mit der riesigen Welt der Ernährung.
Aufgewachsen bin ich, wie wohl die meisten, in einer Familie der Allesesser. Allerdings bauten meine Eltern sehr viel Obst und Gemüse im eigenen Garten an. Zugekauft wurde nur, was wir selbst nicht im Garten hatten. Süßigkeiten gab es nur dreimal im Jahr – zum Geburstag, zu Ostern und Weihnachten. Ich roch immer so lange am Schokoladenpapier, bis es nichts mehr zu riechen gab, um möglichst lange etwas davon zu haben, denn schließlich war das Ende des Bestandes bald abzusehen.
Ich musste kein Schulessen essen, weil meine Mutter immer frisch kochte und der Rohkostanteil in unserer Ernährung war durch den Garten sicher höher als in manch anderer Familie. Büchsenessen, Tütensuppen usw. gab es nie auf unseren Tellern. Als ich es später einmal bei Freunden probierte, fand ich es wirklich widerlich. Bis heute schmecke ich sofort, ob ein Essen wirklich selbst gekocht ist oder vielleicht auch nur teilweise aus der Konserve kommt.
Nun war ja die Ernährung im sozialistischen Osten noch nicht so junkfood-geprägt wie heute, aber trotzdem wollte ich Cornflakes, Cola und Süßigkeiten, die ich bei Anderen sah, auch haben. Obwohl ich das damals nicht so in Ordnung fand, dass meine Mutter nicht oder nur bedingt bereit war, mir diese Dinge zu kaufen, so bin ich heute wirklich sehr dankbar dafür. Die Zahnärztin machte immer wieder ein Freudentänzchen um mich herum und versicherte mir, kaum einmal so gesunde Zähne zu sehen…

Einige Zeit später (genauer gesagt: 10 Jahre, einige Enttäuschungen, einige Süßigkeitenfressattacken, drei Kinder und auch drei Zahnfüllungen später) schob ich meinen Teller mit den heißgeliebten Gulasch-Nudeln von mir, weil ich urplötzlich kein Fleisch mehr essen wollte. Von nun an ernährte ich mich über 4 Jahre vegetarisch, ohne auch nur einmal ein Gelüst nach Fleisch zu haben. In dieser Zeit begann ich, mich immer intensiver mit dem Thema der Ernährung zu beschäftigen und probierte vieles aus. Ich begann, Sprossen zu ziehen, stellte selbst Sojamilch her, machte eine Schwermetallausleitung mit Chlorella, Bärlauch und Koriander, um nur einiges zu nennen.

Nach diesen vier Jahren ging ich durch eine weitere sieben Jahre dauernde Zeit der Transformation und des Erwachens und konnte über mehrere Wochen gar nichts essen. Dies war für mich ein Erkenntnisprozess, in dem ich lernte, alte Glaubenssätze bezüglich des Essen-müssens loszulassen. Neben vielen anderen für mich seltsamen und ungewohnten Veränderungen in mir, meinem Körper und meinem Leben war es mir einfach nicht möglich, zu essen. Ich bekam nichts herunter. Ich nahm innerhalb kurzer Zeit viel ab und mein Verstand machte sich einige Sorgen, dass ich nun verhungere. Gott sei Dank hatte ich einige Menschen in meinem Umfeld, die mich wegen dieser Gedanken belächelten und mir Mut zusprachen, ohne Angst durch diese Phase zu gehen, was mir auch gut gelang. Interessanterweise tauchte ich nach diesen Wochen des Nicht-Essens mit einem wahren Heißhunger auf Broiler wieder auf und war damit nicht wirklich einverstanden. Ich bin wirklich viele Male um sündige Brathähnchenstände geschlichen, bis mich die Erkenntnis durchzuckte, dass es hier nicht um das Brathähnchen ging, sondern darum, meine vegetarischen Prinzipien über Bord zu werfen und ganz allein meiner inneren Führung zu folgen. Und zur großen Meister-Erkenntnis eines undogmatischen Lebens und des mich von da an immer begleitenden „sowohl-als-auch“ gehörte es, dieses Brathähnchen zu verspeisen. Es war eine, vielleicht etwas seltsame Einweihung, aber eine Einweihung.

Seit ungefähr drei Jahren bemerke ich nun bewusst, dass mein Körper anders auf verschiedene Lebensmittel reagiert als früher. Zum Beispiel habe ich eine verstopfte Nase, wenn ich Getreide zu mir nehme. Milchprodukte verschleimen meinen Körper und die Nase ist meist der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte. Von gehärteten und raffinierten Fetten wird mir übel usw. Kurzum, mein Körper signalisiert mir sehr deutlich, dass bestimmte Dinge in ihm nicht mehr willkommen sind, weil sie uns (damit meine ich mich und meinen Körper) nicht mehr dienen. Auch jetzt wieder ist es eine Zeit des Ausprobierens, Lernens, Zurückfallens, Erinnerns, Weiterlernens, Erkennens usw. Ich finde es wirklich sehr interessant und zutiefst erfüllend, meinen Körper als eigenständiges Wesen wahrzunehmen, liebevoll mit ihm zu kommunizieren und von ihm zu lernen.

Zur Zeit ernähre ich mich zu 75 % mit Rohkost und 25 % vegane Kochkost.
Ich verzichte auf Getreide, Reis, Kartoffeln, Tofu und Sojaprodukte. Als Süßungsmittel, wenn ich denn süße, benutze ich guten Honig in Rohkostqualität (nicht vegan, aber sehr gesund – wir kaufen den Honig bei einem Imker, der seine Bienen wirklich sehr liebevoll hält) und Ahornsirup. Ich esse viele Sprossen, Algen, Obst und Gemüse aus meinem eigenen Bio-Garten. Und einen Tag in der Woche esse ich einfach nichts, um meinem Verdaungssystem eine Pause zu gönnen. Damit fühle ich mich wirklich sehr wohl. Neuerdings lasse ich mir ein- oder zweimal im Monat von zwei wirklich hoch motivierten, liebevollen Menschen Tropenfrüchte aus Sri Lanka zuschicken. Diese baumreif geernteten Früchte, die ich bereits zwei Tage nach der Ernte hier bei mir zu Hause habe, sind auch ein wahrer Leckerbissen und voll mit Sonnenenergie.
Wenn ich unterwegs oder bei Freunden eingeladen bin, mache ich auch Ausnahmen von meiner jetzigen Ernährungsform und benutze diese Ausnahmen für meine Beobachtungs- und Studienzwecke an mir selbst. Denn je länger ich mich so natürlich wie möglich ernähre, desto deutlicher zeigt mir mein Körper, was ihm nicht gefällt. Und so lerne ich.

Rohkost süß und herzhaft

Rohkost – süß und herzhaft

Nun leben wir ja in einer Zeit der riesigen Veränderungen. Stetige kosmische Einstrahlungen, Veränderungen in der Schwingungsfrequenz der Erde, die Abnahme des magnetischen Schutzgürtels der Erde und die Zunahme des elektrischen Potenzials spüren wir natürlich in allen unseren Zellen. Eine Unmenge an zellulären und genetischen Veränderungen geschehen in uns und unseren Körpern. Dies ist Heilung und gleichwohl Voraussetzung und  Notwendigkeit eines Lebens in einer neuen hochschwingenden Zeit. Dieser Weg und dieses Ziel erfordern von uns die Bereitschaft, Altes loszulassen und Neues einzuladen. Zum Beispiel Verletzungen loszulassen und Unverletzlichkeit einzuladen. Hass und Groll loszulassen und Liebe einzuladen. Alte Gewohnheiten loszulassen und Flexibilität einzuladen.

Die vegane Ernährungsweise und auch die Rohkostbewegung sind nicht ohne Grund im Moment so im Vormarsch. Im Vordergrund stehen für die meisten wohl gesundheitliche Aspekte. Davon abgesehen bin ich mir sicher, dass einerseits unsere Ernährung mit all ihren Vorlieben, Abneigungen und Ausschweifungen ein äußerer (in dem Falle kulinarischer) Ausdruck unseres Inneren ist. Andererseits bin ich mir sicher, dass gerade der Weg über vegane Ernährung und schließlich Rohkost ein ganz natürlicher und auch intuitiver Weg hin zur Lichtnahrung ist. Die Lichtnahrung, also die ausschließliche Verstoffwechselung von Sonnenlicht, ist eine Ernährungsform, die möglich ist, wenn wir alle möglichen angesammelten Schlacken, Blockaden, Denkmuster, Verhaltensweisen usw. losgelassen haben. Ein Festhalten an Altem behindert unseren freien Fluss auf allen Ebenen. Und die Art und Weise und das Tempo, in dem ein Mensch seinen Weg der Erkenntnis und des Aufstiegs geht, ist seine ganz eigene Entscheidung und geht auch nur ihn etwas an. Deshalb finde ich auch das Experimentieren und Ausprobieren so wichtig. Und selbst wenn wir nicht wirklich begeistert sind bei dem Gedanken, unsere Ernährung zu verändern, können wir dem doch mit einer gewissen Offenheit begegnen.

Der leider oftmals herrschende Krieg (ob nun im Verborgenen zwischen vorgehaltenen Händen oder auch ganz offen ausdiskutiert), zwischen Normal(alsoAlles)-Essern, Veganern und Rohköstlern ist nichts anderes als die offen zelebrierte Schlacht von Egos, die sich denken, alte Verhaltensweisen verteidigen oder angreifen zu müssen. Doch es geht doch bei keiner Ernährungsweise um besser oder schlechter, um schlau oder dumm, um Status oder nicht. Es geht ganz einfach um Erkenntnis, Bewusstwerdung, Aufstieg. Es geht um den Weg jedes Einzelnen. Und er ist für jeden Einzelnen genau richtig, so wie er im Moment ist. Also lasst euch bitte nichts vorschreiben oder euch provozieren, ob nun vom Fleisch oder vom rohen Brokkoli. Geht einfach euren ganz eigenen Weg!

Eines möchte ich euch vielleicht doch mit auf den Weg geben:
Beginnt, euren Körper als ein eigenständiges und intelligentes Wesen wahrzunehmen, dass mit euch kommuniziert. Unser Aufstieg, unsere Heilung, unser Leben in der neuen Zeit geschieht durch unsere Körper. Es sind unsere Körper, die im Moment den Wandel für uns vollziehen und sie haben es wahrhaftig nicht immer leicht, die ganzen einströmenden Impulse zu verarbeiten. Wir können es ihnen und uns sehr viel leichter machen, wenn wir sie ernst nehmen, respektvoll betrachten und annehmen, und ihren Impulsen und Bitten an uns Folge leisten.
Unser Ego ist wiederum mehr als bereit, aus den neuen Erkenntnissen ein dogmatisches Ding zu machen und nun erst recht in ein strammes „Ab-sofort-nur-noch-Rohkost“ (SO!) zu verfallen. Wenn es wirklich euer Wunsch ist, dann ist das ganz wunderbar und hilfreich. Doch wenn es euch quält und irgendetwas in euch ganz verzweifelt nach einem Steak schreit, dann ist es wirklich hilfreich zu schauen, was euch jetzt mehr hilft: eisern eurem Vorhaben zu folgen, mit der Gefahr dabei zu verhärten und ganz unbemerkt vom Weg der Leichtigkeit und des Genusses abzukommen oder einfach etwas weniger streng mit euch zu sein, dem Gelüst nachzugeben, nach und nach weitere Erfahrungen zu sammeln und einen ganz natürlichen Weg des Lernens, Beobachtens und liebevollen Umgangs mit euch selbst (und Anderen!) zu gehen. Das möge Jeder für sich selbst entscheiden.
Wichtig ist dabei vor allem eins: Wenn Jeder nur bei sich selbst schaut, gibt es erstens keine Schlagabtausch-Schlachten der verschiedenen Ernährungslager mehr und zweitens potenziert sich die Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortlichkeit auf ein Maß, das wahre innere Eigenwahrnehmung und wirkliche Toleranz und Verständnis für alle Anderen ermöglicht.

In diesem Sinne möchte ich hier ab sofort weitere Gedanken, eigene Erkenntnisse und Rezepte mit euch teilen.
Ihr seid herzlich eingeladen, gemeinsam mit mir auszuprobieren und Erfahrungen zu teilen.
Ich bin gespannt auf das, was sich alles noch zeigen wird.

Auf bald,

Ulrike

3 Kommentare zu Meine Erfahrungen mit der Ernährung in der neuen Zeit: Allesesser vs. Veganer vs. Rohköstler …

  1. Liebe Ulrike,
    schöner Artikel. Nur eiine kleine Kritik. Normalesser= Allesesser? Ich denke die vegane Ernährung ist normal und so sollten wir das auch darstellen.

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    • Lieber Holger, ich habe in meinem Artikel über meine Erfahrungen geschrieben und wollte keine Partei beziehen. Jeder Mensch ist in seiner eigenen Reifungs- und Erkenntnisphase und dazu gehört auch der Weg der Ernährung. Wenn ich das Wort Normal(also Alles)-Esser benutzt habe, dann deshalb, weil sich die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland immer noch auch von tierischen Produkten ernährt. Ich meine also „normal“ nicht im Sinne von richtig, sondern im Sinne von der Mehrheit.
      Herzliche Grüße, Ulrike

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