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Mund aufmachen oder nicht

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - BewusstseinsCoaching & Stimmarbeit www.ulrikebischof.de


Immer wieder bringt uns das Leben Situationen, in denen wir gefragt sind, Stellung zu beziehen, Entscheidungen zu treffen, unsere eigene Wahrnehmung und unseren Willen zu überprüfen, auf sie zu vertrauen  und Verantwortung dafür zu übernehmen.
Nicht immer fällt uns das leicht. Manche Menschen versuchen, sich ein Leben lang davor zu drücken und bringen viele fadenscheinige Begründungen und Ausreden auf, um dies zu rechtfertigen. Es hat wohl in erster Linie damit zu tun, dass wir in den meisten Fällen so aufgewachsen sind, dass unsere eigene Wahrnehmung und Meinung nicht gefragt war und sehr wahrscheinlich auch unterdrückt und/oder lächerlich gemacht wurde.

Viele Kommunikationstechniken und Manipulationsstrategien im menschlichen Miteinander bauen auf dieses innere Ungleichgewicht im entsprechenden Menschen auf.
Wenn ich mich nicht traue, „nein“ zu sagen, kann ich mit Suggestivfragen sehr gut in eine Richtung gelenkt werden, die ich eigentlich nicht möchte. Wenn ich es nicht wage, den Mund aufzumachen, kann ich, ohne es wirklich zu wollen,  mit entsprechenden Vorlagen sehr gut ohne verbalen Austausch missliche Verträge aller Art abschließen. Es gibt viele Spielarten der Manipulation in allen möglichen Ausprägungen und je nach unserer Konditionierung gehen wir damit um.

Hier möchte ich nur auf Situationen eingehen, in denen wir untergehen, wenn wir den Mund nicht aufmachen. Da es eine sehr weit verbreitete Konditionierung in uns ist, dass wir uns nicht auflehnen dürfen, weil wir dann bestraft werden, wird gerade diese sehr gern genutzt, um uns zu lenken. Wenn auf diese Weise eine tief in uns verborgene Angst vor Ungeliebtsein und Ausgestoßenwerden angetriggert und clever ausgespielt wird, könnten wir unter Umständen bereit sein, unsere Seele für eine scheinbare Liebe und Zugehörigkeit zu verkaufen. Jeder mag sich selbst überprüfen, wie weit seine Angst und Bereitwilligkeit diesbezüglich geht.

Klare Sicht

Um aus dieser Misere auszubrechen, brauchst du

1. … zunächst einmal wieder eine Wahrnehmung, die neutral auf das Geschehen schauen kann, um die Manipulationen in all ihren Schattierungen überhaupt erst einmal wieder wahrnehmen zu können. Also ein waches Mental, dass sich nicht von alten Emotionen korrumpieren lässt.
2. Du brauchst die Bereitschaft, dich selbst zu lieben, um nicht in beständiger Bedürftigkeit und Abhängigkeit durch einen gefrässigen Dschungel zu irren, der Alles von dir will und dir Alles dafür verspricht.
3. Und du brauchst den Mut, zu deiner eigenen Wahrheit zu stehen, auch wenn du schlussendlich vielleicht allein damit da stehst.

Dies sind die großen Schritte auf dem Weg in deine Freiheit. Jeden einzelnen kannst du in viele kleine Schritte zerlegen und jetzt damit beginnen, sie umzusetzen.

Du kannst damit anfangen, keiner aufgestellten Behauptung (Werbung, Medien, Ärzte, Lehrer, Eltern…) einfach so mehr zu glauben, sondern zu hinterfragen und auf dein eigenes Gefühl zum Thema zu achten.
Du kannst beginnen, „nein“ zu sagen, wo du „nein“ meinst und „ja“ zu sagen, wo du „ja“ meinst.
Du kannst damit beginnen, dich selbst, so wie du bist, zu akzeptieren.
Du kannst dir bewusst machen, dass du ein Recht auf eine eigene Meinung, Wahrnehmung und Äußerung hast.
Du kannst damit beginnen, dieses Recht zu nutzen.
Du kannst dir bewusst machen, dass Deals dich nicht glücklich machen können und es nie konnten (ich bekomme deine Liebe, wenn ich im Gegenzug ….. mache).
Du kannst dir überlegen, ob du lieber in Wahrheit oder in Lüge leben möchtest.
Du kannst dir bewusst machen, dass Respekt und Achtung für dich zuallererst von dir selbst kommen müssen.
Du kannst beginnen, immer ehrlich zu dir selbst zu sein. und deinen Mund aufzumachen, wo es angebracht ist.

Und Schritt und für Schritt wirst du hineinwachsen in ein waches, selbstbewusstes, liebevolles und damit unmanipulierbares Leben… wenn du es wünschst.

In Liebe,

Ulrike

8 Kommentare zu Mund aufmachen oder nicht

  1. madameflamusse // 29. September 2015 um 22:42 // Antwort

    Hat dies auf reingelesen rebloggt.

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  2. geht nicht zu rebloggen 😦 auf Fb hab ich geteilt 😉 würde es aber gern rebloggen, da steht auch die Ursprungseite usw dabei

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  3. SUPER Artikel!!! wichtiges und ganz großes Thema – darf das rebloggt werden?

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  4. Danke Danke danke für diese Erinnerung zum passenden Zeitpunkt! 🙂

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1 Trackback / Pingback

  1. Thema Mundaufmachen | Leben teilsaniert - Private Politics

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