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Was tun, wenn die Freude fehlt?


Heute möchte ich ein paar Worte zur immer häufiger gestellten Frage äußern, die da lautet:

„In letzter Zeit kann ich immer schwerer Freude empfinden. Es stimmt, es plagen mich einige Probleme, aber das Ausmaß der depressiven Züge, die ich in mir spüre, sind so groß und nicht nur damit erklärbar. Wenn ich mich in Gesellschaft befinde, nehme ich zwar am Gespräch teil, aber mein Lachen ist nur aufgesetzt und nicht echt. Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Ich will endlich wieder Freude in meinem Leben haben und nicht immer nur leiden.“

Vielleicht kennst du ja diese oder eine ähnliche Situation. Immer mehr Menschen spüren eine Resignation oder Depression in ihrem Leben. Natürlich bewegen uns aktuelle Geschehnisse und Probleme und machen das Lächeln manchmal schwer und doch sind manche dunklen Zeiten augenscheinlich nicht rational erklärbar. Dahinter stecken oft universelle Heilungs- und Erwachensimpulse, die alle möglichen verdrängten und vergessenen Traumen aus diesem und vergangenen Leben an die Oberfläche und in unser Fühlen und manchmal auch Bewusstsein holen. Doch darauf möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, denn ob wir dies nun wissen und verstehen oder nicht, spielt eigentlich keine große Rolle. Wichtig ist, zu wissen, wie wir damit umgehen können.

Es ist ein häufiges Verständnisproblem, auch in der Eso-Spiri-Szene, dass wir positiv, zuversichtlich und licht sein müssen. Und wie immer, wenn wir Worte benutzen, die ja nun einmal duale Wesen sind, ist dies gleichzeitig richtig und falsch. Wenn wir einmal richtig und falsch, positiv und negativ, licht und dunkel nicht trennen, lässt das doch den Schluss zu, dass wir licht sein können in der Dunkelheit, dass wir leicht sein können in der Schwere. Und umgekehrt. Nichts schließt sich gegenseitig aus.

Es ist unser Verstand und unser Ego, das sowieso immer etwas an uns auszusetzen hat, dass wir generell nicht richtig sind mit dem, was wir gerade fühlen und wie wir gerade sind. Hier zeigen sich die Auswirkungen von Lebenserfahrungen aus vielen verschiedenen Lebenszeiten. Die Überzeugung, nicht richtig, nicht licht genug, nicht liebenswert genug zu sein, wenn wir so oder so sind. Für dieses „so oder so“ kannst du übrigens alles mögliche einsetzen, auch „positive“ Dinge. Oft genug wirst du auch hier Einwände in dir verspüren, jedenfalls solange du diese in dir nicht erkannt und in die Heilung gebracht hast.

Es sind also Gefühle, basierend auf unserer Vergangenheit, die wir wahrnehmen. Es sind Reaktionen, basierend auf unserer Vergangenheit, die wir zum Ausdruck bringen wollen. Es sind Gedanken aus unserer Vergangenheit, denen unsere Gefühle und Reaktionen folgen.

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Wenn wir also mal etwas Neues wagen und zwar grundsätzlich die trennenden Gedanken an richtig oder falsch loszulassen, präsentiert sich uns ein ganzes Universum an Möglichkeiten, und nicht eine einzige davon ist falsch. Ich bin dann also nicht nur in Ordnung, wenn ich meiner Trauer oder Wut oder sonstwas in mir Raum gebe, sondern ich gebe mir selbst dadurch auch die Möglichkeit, zu erfahren, dass ich mein Licht nicht verliere, wenn ich auch der Dunkelheit in meinem Leben eine Existenzberechtigung gebe. Und nach und nach werde ich spüren, dass die Dunkelheit sich ganz bereitwillig von selbst wieder verabschiedet, wenn ihre Zeit gekommen ist, so wie sich Mond und Sonne jeden Morgen und Abend die Hand geben, ohne dass einer von ihnen besser oder schlechter wäre.

Ich möchte euch ermutigen, allen Gefühlen in euch eine Existenzberechtigung zu geben, ohne Bewertung. Ich möchte eurem Ego und ganz besonders dem spirituellen Ego etwas Mut zusprechen, auch die Schwere und Dunkelheit zuzulassen. In unserem Leben als Mensch kann uns jegliche Möglichkeit an Erfahrung in seinem ganzen Potenzial streifen und umso bereitwilliger wir dem Leben zuhören, desto bereitwilliger füllt es uns mit Weisheit und dem Lächeln des Wissenden. Das wird keinem geschenkt.

Und am nächsten Morgen, auch wenn wir nicht wissen, wann dieser aufgeht, wird die Sonne wieder scheinen, obwohl sie niemals verschwunden war…

Übrigens: Für alle, die sich Unterstützung in einer schwierigen Zeit wünschen oder auch nur ein paar Hilfsmittel an die Hand bekommen wollen, denen kann ich mein Seminar „Der heilsame Umgang mit Krisen“ ans Herz legen. Hier haben wir ein ganzes Wochenende Zeit, eure Themen in die Wandlung zu bringen und mittels Transformation kraftvolle Heilimpulse zu setzen.

Herzensumarmung,

Ulrike

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