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Gesunde Ernährung – Teil 1: Geist & Seele

Ulrike Bischof "Touching the Essence" - TransformationsCoaching & Stimmarbeit - www.ulrikebischof.de


Ich will euch hier nicht mit Ernährungsthemen langweilen, aber ich stelle fest, das Thema „gesunde Ernährung“ ist immer wieder ein wichtiges Thema und ich bekomme alle möglichen Fragen dazu gestellt. Deshalb werde ich jetzt doch nochmal etwas näher darauf eingehen.
Bereits im Sommer 2015 habe ich euch in meinen Artikel „Meine Erfahrungen mit der Ernährung in der neuen Zeit: Allesesser vs. Veganer vs. Rohköstler…“ von meinen Erfahrungen auf dem Ernährungsweg berichtet und euch ermutigt, eigene Wege einzuschlagen und durch Selbstbeobachtung eine ganz neue Beziehung zu eurer Körperinstanz aufzubauen. Es lohnt sich, den Artikel ergänzend hierzu noch einmal zu lesen.

Was ist gesund?
Zuerst stellt sich doch immer die Frage: Was ist denn eigentlich gesund? Und dazu gibt es viele Meinungen, Forschungen, dicke und dünne Bücher. Doch bevor ich beginne, diesen ganzen Werken meine Meinung hinzuzufügen möchte ich mal an einer anderen Stelle beginnen. Und zwar mit der Frage:

Was braucht unser GESAMT-System Mensch (Körper, Geist/Intellekt und Seele), um glücklich, ausgeglichen und gesund zu sein?
Schon anhand der Fragestellung wird ersichtlich, dass es nicht nur physische Nahrung ist (erst einmal gleichgültig ob Steak oder Zucchini), die du brauchst, um ein lebenswertes Leben zu führen. Jede unserer drei Instanzen hat Bedürfnisse, die erfüllt und gestillt werden sollten, und zwar im Idealfall mit wahrhaft nährenden Komponenten.
Ist eine dieser Instanzen unter-, über- oder fehlversorgt, wirkt sich das umgehend und tiefgreifend auf die anderen beiden Instanzen aus.
Ich denke, jeder von euch kennt das. Fress-Attacken, weil die Seele nach Erfüllung giert oder auch kein Appetit, weil sie weint. Heißhunger auf die falschen Dinge, weil der Geist verwirrt ist oder auch ein dumpfer Geist durch Überbeansprungung des Verdauungssystems, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Der Körper folgt
Wenn wir also über (gesunde) Ernährung sprechen wollen, dann muss uns klar sein, dass es nicht nur darum geht, was wir über den Mund unserem Körper zuführen, sondern um sehr viel mehr.
Wir müssen alle drei Instanzen in uns zu Wort kommen lassen und ernst nehmen. Für einige ist das keine neue Sache, doch für viele ist das eine ganz ungewohnte Herangehensweise.
Grundsätzlich ist es so, dass jede unserer Instanzen (Körper, Geist und Seele) ihre eigene Intelligenz hat. Doch sie arbeiten in einem Team mit dem hehren Ziel, uns als Mensch die bestmöglichen Voraussetzungen zur Selbstverwirklichung und Entfaltung bereit zu stellen.
Jede Instanz hat ihre eigenen Qualitäten, Befugnisse und Vollmachten. Während die Seele ihre diebische Freude an unserem Abenteuer Leben mit allem Drum und Dran hat, uns leitet, inspiriert, alle Gefühle liebt und zelebriert, ist der Verstand der rationale Hinterfrager, Zweifler und Egobevollmächtigte. Unser Körper sorgt dafür, dass wir unsere Erfahrungen auf diese irdische Weise überhaupt machen können. Er macht die ganze physische „Hintergrund“arbeit und meldet sich bei uns über Impulse, körperliche Wahrnehmungen und Reflexe UND er richtet sich nach den Wegweisern, die wir per Seele und Verstand für ihn aufgestellt haben.
Wir können uns also auf der physischen Ebene noch so gesund ernähren >>> wenn wir uns selbst nicht mögen, wird unser ganzes Köpersystem darauf hören und dafür sorgen, dass alles Nahrhafte unserer Nahrung wieder ausgeschieden und alles Schadhafte aber verstoffwechselt wird.
Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass wir mit einem zufriedenen, erfüllten und liebe-gefluteten System JEDER physischen Nahrung die Stoffe entziehen können, die wir für ein gesundes Leben wirklich brauchen und alles gefahrlos durch- und loslassen können, was uns nicht dient.

Geist und Seele nähren

Geist und Seele nähren
Während wir also noch darüber nachdenken, was wohl für unseren Körper das Beste ist, können wir schon mal in uns hinein fühlen, was wir denn so an geistiger und seelischer  Nahrung in Form von Gedanken, Gefühlen, Kreativität, Begegnung, Berührung, Austausch und Ausdruck brauchen. Wir sind schließlich nicht in dieses Leben gekommen, um vor uns hin zu leben. Wir haben ein oder mehrere Anliegen, wollen uns verwirklichen, etwas bewegen. Unsere Seele hat kein Interesse daran, sich zurück zu halten und „ordentlich“ zu benehmen und unser Verstand will lernen, verstehen, sich erweitern und über sich hinaus wachsen. Die richtige seelische und geistige Nahrung ist also essentiell wichtig für unser Wohlergehen. Ihr kennt sicher auch diese Momente, in denen ihr vor lauter Glück und Erfüllung keinen Hunger kanntet.
Ohne diese wichtige geistige und seelische Nahrung greifen wir oft auf die Ersatzbefriedigung „Essen“ zurück, die uns dann aber bei vollen Bäuchen verhungern lässt und durch Folgen wie Übergewicht, Krankheit, Vergiftungssymptome usw. noch unglücklicher werden lässt.
Wenn unser Geist sich nicht erfüllt fühlt, wird er uns unter Umständen die ganze Zeit mit Gedanken an kulinarische „Sünden“ quälen, bis wir endlich nachgeben. Wenn unsere Seele in ihrem ureigenen Ausdruck unterdrückt ist und wir kein authentisches Leben führen, werden wir uns mit keinerlei physischer Nahrung wirklich genährt fühlen können, höchstens voll. Wenn unser Körper immer wieder nur denaturierte, behandelte, ver-zusatz-stoffte Nahrungsmittel bekommt, quält er sich die ganze Zeit mit der Verstoffwechselung dieser Sustanzen herum und hat weder Zeit noch Potenzial, um uns noch klare und richtungsführende Impulse zu geben, was er jetzt wirklich braucht.
(Wer kennt nicht diesen Gang zum Kühlschrank oder in die Vorratskammer – immer wieder abwechselnd etwas Süßes und dann wieder etwas Herzhaftes und wieder etwas Süßes … usw. bis der Körper STOP schreit, weil nun wirklich nichts mehr rein passt und man sitzt frustriert mit einer dicken Wampe auf dem Sofa, total abge-füllt und total uner-füllt und immer noch gierig nach Leben?)

Geist und Seele nähren 2

Sowohl als auch

Wir können nicht entscheiden zwischen „Das ist Nahrung“ und „Das ist keine Nahrung“, denn generell nährt uns ALLES, was wir in unser Gesamtsystem Mensch aufnehmen. Die Frage ist nur, womit nähren wir uns und was in uns nährt es.
Nähren wir Aggression oder Gleichmut? Nähren wir Zweifel oder Vertrauen? Nähren wir Sensationsgier oder Mitgefühl, Gesundheit oder Krankheit, Verzweiflung oder Erkenntnis, Hass oder Liebe? Oder wie im obigen Beispiel, nähren wir uns mit Unzufriedenheit oder mit Zufriedenheit, mit Fülle oder Leere?

Bevor wir uns also über Karotten, Fenchel und Sellerie unterhalten (das machen wir im nächsten Teil, denke ich 😉 ), schlage ich folgendes vor: Ihr nehmt euch jetzt etwas Zeit und beschäftigt euch mal ganz intensiv damit, welche Nahrung eure Seele und euer Geist verlangen und welche Nahrung ihr ihnen gebt. Ein paar einfache Fragen zum Anfangen gebe ich euch auch gleich mit 🙂
Und los gehts:

>> Womit nähre ich meinen Verstand? Mit welchen Gedanken und Überlegungen beschäftige ich mich? Sind diese Gedanken für mich aufbauend oder eher nicht? Was könnte ich stattdessen denken? Welche Gedanken würden mir gut tun und wie kann ich diese potenzieren?

>> Welchen Medien erlaube ich den Zugang zu mir (Fernsehen, Zeitung, Radio, Werbung in jeglicher Form)? Sind diese Information für mich hilfreich, aufbauend und nährend oder nicht? Nehme ich sie überhaupt bewusst wahr? Welche Medien tun mir nicht gut? Wie kann ich ihre Nutzung optimieren? Bin ich überhaupt bereit dazu und wenn nicht, warum nicht?

>> Erlaube ich meinen Gefühlen, frei zu fließen oder unterdrücke ich sie oder schäme mich für sie? Mit welchen Gefühlen habe ich so meine Probleme und warum? Sehe ich Möglichkeiten, mich auch für diese Gefühle zu öffnen?

>> Nehme ich meine Intuition wahr und bin ich bereit, ihr zu folgen? Wenn nicht, warum nicht? Welche Impulse sind es, mit denen ich Probleme habe? Was brauche ich, um mich für meine Intuition zu öffnen und Vertrauen in sie zu entwickeln?

>> Mit welchen Menschen umgebe ich mich? Habe ich Freunde, die gut für mich sind? Pflege ich immer noch Kontakt zu Menschen, die ich gar nicht mag oder sogar ablehne und warum? Bin ich bereit, mich von unangenehmen Kontakten zu lösen und wie kann ich das anstellen?

>> Wie wichtig ist mir meine eigene emotionale, geistige und körperliche Gesundheit? Wie ernst nehme ich mich und meine Bedürfnisse?

>> Wie viel Zeit verbringe ich mit Meckern, Jammern, Nörgeln und wie viel mit Lob, Dankbarkeit und Zufriedenheit?

>> Bin ich bereit, für mich selbst ein Leben in Glück und Freude zu wählen? Bin ich der Meinung, dass mir das zusteht und kann ich alles Schöne in meinem Leben von ganzem Herzen annehmen und mich daran freuen?

>> Beschäftige ich mich mit Dingen, die mir entsprechen, mir Spaß machen und die ich auch wirklich machen will? Wenn nicht, warum nicht? Wie kann ich immer mehr diese Freudebringer in mein Leben integrieren und alles andere abbauen?

>> Habe ich eine Vision für mein Leben? Etwas, wofür es sich zu leben lohnt? Etwas, wofür ich mich einsetze, was mir wichtig ist?

Ihr Lieben,
Energie folgt der Aufmerksamkeit. Nachdem ihr euch jetzt gewissenhaft überprüft habt, habt ihr sicherlich noch die eine oder andere Baustelle entdeckt, an der ihr eure Nahrung noch etwas optimieren könnt. Denkt daran, auch euer Körper wird es euch danken. Freudvolle Gedanken und Gefühle und ein authentisches Leben erschaffen auch einen freudvollen Körper mit freudvollen Zellen.

Im nächsten Teil werde ich etwas mehr auf unsere physische Nahrung eingehen. Doch bis dahin, wer es möchte, kann jetzt schon mal einen guten Boden vorbereiten für die nächsten Schritte.
Wer sich Hilfe auf diesem Weg wünscht, dem bin ich – wie immer – gern im Rahmen einer Einzelberatung behilflich. Meldet euch einfach bei mir.

Doch jetzt wünsche ich euch erstmal viel Freude, ganz viele erhellende Impulse und eine wirklich nahrhafte Zeit,

Ulrike

5 Kommentare zu Gesunde Ernährung – Teil 1: Geist & Seele

  1. Liebende Ulrike

    Connie eine Freundin meines Blogs
    Hat mir Deine Seite anempfohlen
    Weil Sie gerade den heutigen Beitrag „Sonntag“ las und sich über die Themengleichheit erfreute

    https://hansjoachimantweiler.wordpress.com

    ..da geht Es auch um Dein Unser Thema

    dankend
    Dir Joaquim von Herzen

    Gefällt mir

  2. Wunderbar! ♥ Ja, was nährt uns noch außer unsere physische Nahrung? Da gibt es so Vieles… und es macht Spaß, das herauszufinden. Danke! 🙂 Das hast Du großartig geschrieben!

    Gefällt mir

  3. Liebe Ulrike, danke für diesen großartigen Beitrag! Ich finde sehr schön, wie du es schaffst, das Wort „Hunger“ vom bloßen Nahrungsmittelbedarf zu lösen und stattdessen seinen vielfachen Sinn und Ausdruck zu beschreiben. Ich selbst darf seit einiger Zeit die Erfahrung machen, dass das Weglassen seit Jahrzehnten üblicher Hauptnahrungsmittel auf Getreidebasis sowohl meinen Körper als auch meinen Geist enorm freut, erleichtert und stärkt. Viel wohler fühle ich mich in meiner Haut (ganz wörtlich gemeint), seit ich vieles weglasse und gegen anderes austausche. Und nein, abgenommen habe ich davon bisher nicht – aber leichter fühle ich mich trotzdem 🙂
    Ich wünsche vielen Menschen, dass sie auch wieder ihren Körper als Signalgeber entdecken und beachten. Dein Beitrag kann bestimmt vielen dabei helfen. Schönen Dank, beste Grüße, Nicole

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Nicole, das hast du schön formuliert. Und ja, ich mache eine ähnliche Beobachtung wie du, dass schwere Speisen, auch Getreideprodukte nicht mehr gut vertragen werden oder zumindest unser Schwingungsniveau deutlich beeinträchtigen. Doch dazu schreibe ich noch mehr in folgenden Beiträgen.
      Danke für dein Feedback!
      Liebe Grüße, Ulrike

      Gefällt mir

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