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Schlafzimmer make-over Nr.1 – Mein erstes Mosaik


Schon sehr lange wollte ich mal selbst ein Mosaik legen. Als ich Ende letzten Jahres begann, mein Schlafzimmer neu herzurichten, habe ich mir überlegt, diese Gelegenheit zu nutzen, meinen lang gehegten Wunsch endlich in die Tat umzusetzen. Allerdings hatte ich nur absolutes Basiswissen und auch keine Lust, mich da erst ewig in die Materie einzuarbeiten. Ich habe schon ein wenig im Internet recherchiert, aber wie so oft, wurden die Fragen eher mehr als weniger und so traf ich die Entscheidung, es nach der Methode „Versuch und Irrtum“ einfach auszuprobieren. Viel falsch machen kann man sicher nicht, aber es gibt schon ein paar Dinge, die man dabei beachten sollte.

Ich fing also zunächst an, altes Geschirr (Teller und Tassen) zu zerkleinern. Dabei das jeweilige Stück zwischen zwei alte Handtücher legen und mit einem Hammer auf verschiedene Stellen schlagen. Immer mal nachschauen, wie groß die Scherben sind und eventuell noch etwas weiter zerkleinern. Dabei auf jeden Fall trotzdem eine Schurtzbrille tragen! Dann habe ich mir alte Fliesen zusammen gesammelt, mit Glas-/Keramik-Malfarbe bemalt und die Farbe im Ofen eingebrannt. Die Fliesen habe ich dann auf die gleiche Weise zerkleinert. Ein paar einzelne Fliesen habe ich im Baumarkt als Musterfliesen geschenkt bekommen. Auch diese kamen unter den Hammer. Dann habe ich mir noch einige schöne Mosaiksteinchen im Internet bestellt. Ich habe hier eingekauft. Ich hatte nun zusätzlich noch Ton- und Keramik-Steinchen, Glasnuggets (ich liebe sie 🙂 ) Perlmutt, Marmor und andere Glassteinchen. Alles unterschiedliche Materialien. Überall stand geschrieben, dass man für die unterschiedlichen Materialien auch verschiedene Kleber benutzen müsste. Nun wollte ich aber mein Mosaikbild intuitiv wachsen lassen. Ich wollte nicht verschiedene Kleber kaufen und anrühren. Und ich wusste auch nicht, wie ich das überhaupt hätte anstellen sollen, schließlich wollte ich ein ineinander verwobenes multi-materielles Bild entstehen lassen. Also habe ich etwas wagemutig alles in ein Kleberbett gelegt und gehofft, dass es hält. Ich habe Fliesenkleber für Naturstein verwendet, da dieser weiß aushärtet und ich keinen grauen Farbton unter meinen Glassteinchen wollte. Tja, und dann habe ich einfach losgelegt.

Zuerst habe ich mir mit einem dicken Graphitstift einen groben Umriss auf die Wand gezeichnet. Dann etwas Kleber angerührt und auf einen kleinen Teil der Wand aufgebracht. Ihr dürft immer nur so viel Kleber auf die Wand aufbringen, wie ihr auch in den nächsten 30 Minuten mit euren Steinchen füllen könnt. Ich habe also vorsichtig und klein begonnen, weil ich ja noch nicht wusste, wie lange ich brauche. Dann immer weiter Schritt für Schritt neuen Kleber anrühren, auf die Wand aufbringen und mit Steinchen bekleben. Wichtig ist, dass zwischen den Steinchen kein Kleber so stark hervorquillt, dass er übersteht, denn das sieht man später, vor allem, wenn der Kleber eine andere Farbe hat als die Fugenmasse, die später noch aufgebracht wird. Ich wollte beides in weiß, habe aber trotzdem sehr darauf geachtet, die Fugen sauber zu halten. Und das war auch gut so, da ich mich am Schluss doch für einen zarten hellblauen Farbton für die Fugen entschieden habe.

Außerdem habe ich jedes Steinchen (vor allem die ganz glatten wie Glas und Perlmutt) auch auf der Rückseite mit dem Kleber bestrichen. Bei Steinchen mit unebener Rückseite wie Perlmutt und Geschirrbruch habe ich die Hohlstellen ordentlich mit Kleber gefüllt, bevor ich sie auf die Wand aufgebracht habe. Am jeweils nächsten Morgen habe ich klopfenden Herzens nachgeschaut, ob noch alles an der Wand ist und habe stolz festgestellt, dass alles bombenfest hält.

Nun ja, es hätte auch anders kommen können. Es war halt ein Experiment. Aber alles hat super geklappt. Im Baumarkt wurde mir geraten, glatte Rückseiten anzurauhen, sonst würde es nicht halten (sagt der Hersteller…) Aber erstens bin ich da sowieso immer bissl rebellisch und außerdem wollte  ich schließlich kein Jahresprojekt daraus machen. Für das Legen des Mosaiks habe ich vier oder fünf Tage gebraucht.

Im letzten Arbeitsgang kommt die Fugenmasse auf das Mosaik. Anrühren, aufbringen, ordentlich in alle Fugen schmieren, etwas antrocknen lassen und alles Überschüssige abwaschen. War eine ganz schöne Matscherei, aber es hat mir eine riesige Freude bereitet, dabei zuzusehen, wie das Bild fertig wird. Vor allem an sehr schmalen Stellen wie bei den Blütenstengeln habe ich sehr vorsichtig gearbeitet, weil ich nicht die ganze Wand einsauen wollte. Dort hat es etwas länger gedauert, ansonsten ging alles ziemlich fix und easy und war an einem Tag erledigt. Ich musste ziemlich oft das Wasser erneuern und immer wieder drüber wischen, bis auch der letzte Farbschleier vom Mosaik gewischt war.

Ach so, meine Wand hatte einen Erst-Anstrich mit weißer Kreidefarbe. Darauf solle man kein Mosaik legen wurde mir geraten. Haha. Vorher eine Schicht Tiefengrund aufgebracht und alles war gut. Nach Vollendung des Mosaiks habe ich die Wand noch rosa gestrichen, auch mit Kreidefarbe und Pigmenten.

Hier kommen jetzt noch ein paar Bilder für euch. Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren und über eure Kommentare freue ich mich natürlich!

Liebe Grüße,




 

4 Kommentare zu Schlafzimmer make-over Nr.1 – Mein erstes Mosaik

  1. Sieht Super aus!

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  2. Wuuuuuuuuuunderschön geworden!!
    Ich wünsche dir weiterhin viel Power und Inspiration für all` deine Ideen.
    Liebe Grüsse
    Rahel

    Gefällt 1 Person

  3. Gertrud Tigges // 22. März 2017 um 17:36 // Antwort

    Wünsche lange Freude mit dieser Verschönerung.

    Gruß Gertrud

    Gefällt 1 Person

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