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Schlafzimmer make-over Nr.2 – der ganze Rest


Im ersten Teil meines „Schlafzimmer make-over´s“ habe ich euch an der Entstehungsgeschichte meines ersten Mosaiks teilhaben lassen. Jetzt möchte ich euch erzählen, was ich noch alles so gemacht habe.

Es ist immer noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch die entsprechenden Vorhänge (hab da schon eine Idee 😉 ), die richtigen Lampen (sind schon in Arbeit) und noch das eine oder andere I-Tüpfelchen. Aber im Großen und Ganzen ist das Zimmer fertig.

Es war mein Anspruch, so wenig wie möglich neu zu kaufen und nicht viel Geld in neue Möbel usw. zu investieren.
Also habe ich mir überlegt, das Bett selber zu bauen, so wie ich es auch schon bei unseren Atelier-Tischen gemacht habe. Ich bin kein Fachmann, kein Tischler, aber ich mache mir so meine Gedanken und baue dann drauf los. Bei den Atelier-Tischen hatte ich kürzlich einen entsetzten Kommentar eines älteren Mannes (offensichtlich ein Fachmann) auf Youtube über meine Bauweise der Tische. Ich antwortete ihm, dass bei mir der Grundsatz gilt: Was funktioniert, das funktioniert. Und ehrlich – ich hatte noch nie in meinem Leben so schöne, große und vor allem stabile Tische wie jetzt in unserem Atelier.

Bett
Mit dem Bett habe ich es, wie gesagt, genau so gehalten. Ich hatte noch ein paar alte große, dicke und schwere Gerüstbohlen herum liegen. Ich habe vier Stück auf die richtigen Längen zugesägt, in drei Arbeitsgängen (grob, mittel, fein) abgeschliffen und mittels Holzdübel verbunden. Die Beine stammen noch von einem alten Bett. Ich habe sie mit großen Winkeln innen in den Ecken angebracht. An die beiden langen Seiten habe ich innen jeweils eine Leiste angeschraubt, wo später die Quer-Latten drauf kommen und in der Mitte des Bettes (es ist 1,40 m breit) habe ich zur Unterstützung noch ein Längsbrett mit drei Beinen angebracht. Darauf kamen jetzt nur noch 1,40 m lange Latten, immer mit einer Lücke von ca. 3 cm zur Lüftung. Fertig ist das Bett!
Eine neue Matratze habe ich mir allerdings geleistet und ich liebe sie! Da ich gern auf einer festen Unterlage schlafe, ist dieses Futon genau das Richtige für mich.

Bettbau aus alten Holzbohlen

 

Schränke und Kommode
Ein kleiner Schrank und eine Kommode warteten schon eine Weile darauf, endlich ihrer Bestimmung zugeführt zu werden, die darin bestand, im Lichte eines neuen Gewandes mein Zimmer zu erhellen. Beide waren dunkelbraun gebeizt, so wie das früher halt immer gehandhabt wurde. Den größeren Schrank musste ich 4 x grundieren, bis die alten Inhaltsstoffe nicht mehr durchbluteten und die weiße Farbe endlich auch weiß blieb. Die kleine Kommode war da genügsamer und kam mit einer Grundierung aus. Ich benutzte, wie fast immer, die Chalk Paint – Farbe von Annie Sloan, weil ich diese wirklich sehr mag. Die Oberflächen der beiden Möbel und die Schubkästenfronten habe ich in einem anderen Farbton (Emile) gestrichen. Außerdem habe ich sie mit einem angedeuteten Spitzenmuster versehen, indem ich weiße Farbe mit einem dicken Pinsel durch eine alte Gardine aufgestubst habe. Ich finde das sehr klassisch. Beim größeren Schrank habe ich außerdem an verschiedenen Stellen goldenes Schlagmetall aufgebracht. Nachdem das Gold seinen Lacküberzug bekommen hatte, bin ich dann beim zweiten weißen Farbanstrich auch leicht mit der Farbe über das Gold gegangen, um es dann sofort mit einem feuchten Lappen wieder abzuwischen. Das ergibt einen ganz wundervollen Antik-Effekt.
Die Möbel habe ich mit einem klarem Wachs behandelt und an den Details bin ich auch mit einem dunklen Antikwachs reingegangen, um den Effekt zu verstärken.

Schrank im Prozess

 

Vergoldung mit Schlagmetall

 

Schablonieren mit einer alten Gardine

 

Das bezaubernde Ergebnis

 

Beschläge angeschliffen und mit Antikwachs leicht betont

 

Fußboden
Den Fußboden habe ich auch mit Kreidefarbe in weiß gestrichen, Ich wollte mir nicht die Mühe machen und ihn grundieren. Ich habe es auch bei einem Anstrich belassen, weil ich den Auftrag nicht so clean und deckend haben wollte. An einigen Stellen hat das Holz aber doch durchgeblutet und auf Dauer hat mir das nicht gefallen. Also bin ich kurzerhand mit der Schleifmaschine ganz leicht drüber und habe vor allem an den gelblichen Stellen wieder Farbe abgetragen. Nun ist nichts mehr gelb und der Boden sieht wunderbar alt und abgewetzt und gleichzeitig neu und verträumt aus, finde ich jedenfalls. Zum Schluss habe ich noch eine Schicht (das reicht für ein Schlafzimmer) Lack, auch von Annie Sloan, aufgebracht.

Fußboden mit einer Schicht weißer Kreidefarbe

 

Fußboden nach einem Anschliff

 

Fußboden Detail im Sonnenlicht

 

Die andere Wand
Die Wand gegenüber vom Mosaik wollte auch eine Sonderbehandlung bekommen und ich habe sie ihr gewährt 😉
Zunächst habe ich sie im gleichen rosa Farbton gestrichen, wie die Wand mit dem Mosaik. Das war mir dann aber doch zu dolle. Ich hatte diese wunderschöne Ornament-Schablone da und habe mir überlegt, dieses Ornament regelmäßig/unregelmäßig auf die Wand aufzubringen. Also hab ich mir ein paar Farben ausgesucht, die zum Raum passen und jeweils zwei nebeneinander in eine Farbwanne gegeben. Mit einer Schaumstoffrolle habe ich die jeweils zwei Farben nebeneinander aufgenommen und auf die Schablone aufgetragen. Ich habe das Ornament relativ gleichmäßig auf der Wand verteilt, aber unregelmäßig genug, damit es nicht so steif, sondern nach Leben aussieht. Ich habe das Ornament auch nicht immer ganz perfekt ausgefüllt und auch einige überlappend angebracht. Damit die Wand nicht so sehr in Konkurrenz zum Mosaik steht, habe ich abschließend weiße Farbe mit Wasser verdünnt und mit einer Schaumstoff-Rolle die ganze Wand noch einmal „überrollt“ 😉 Ich finde den Effekt ganz klasse!

Wandgestaltung mittels Schablone und einer Schicht verdünnter weißer Farbe

 

Detail Wandgestaltung

 

Schablonieren mit zwei verschiedenen Farben

 

Hier zeige ich euch noch ein paar Bilder und hoffe, ich konnte euch wieder ein wenig inspirieren zum Ausprobieren, Experimentieren und Freude haben 🙂

Alle Liebe,

Schlafzimmer make over 1

 

Schlafzimmer make over 2

 

Schlafzimmer make over 3

 

Schlafzimmer make over 4

4 Kommentare zu Schlafzimmer make-over Nr.2 – der ganze Rest

  1. Joan de Groot // 28. Juli 2017 um 18:07 // Antwort

    wow! Du hast eine tolle gabe Ulrike 🙂 Ich liebe auch Schablonenmalerei, habe früher einiges an Möbeln bearbeitet und auch Wände gestaltet. Viel Arbeit, die sich wirklich lohnt! ❤

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  2. Liebe Ulrike, wunderschön, was für ein Traum-Zimmer. So sanft-zartes Farbklangspiel. Das Mosaik beeindruckt mich sehr, wie es „wachsend“ und spielerisch den Raum erweitert. Danke für diesen Eindblick. Kannst die Bilder glatt einer LandhausStil-Zeitschrift anbieten. 🙂
    Ein schönes Osterfest euch.

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  3. Zauberhaft. Fantastisch. Einfach göttinnenhaft. ♥

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